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Teil-Erdverkabelung

 

ROV - TenneT hat Erdkabelpläne vorgelegt

bild
Lupe
Machbarkeitsstudie 2010, TenneT/ERM

TenneT bzw. Transpower hat - offenbar auf Drängen der Landesregierung - für die Höchstspannungsverbindung zwischen Wahle und Mecklar eine ergänzende Unterlage im Raumordnungsverfahren vorgelegt:

"Untersuchung der Machbarkeit möglicher Teilerdverkabelungen"

und zwar für die Teilstrecken im Bereich von Ilsede, Delligsen und Götingen.

Die vorgelegte Machbarkeitsstudie für Teilerdverkabelungen in Drehstromtechnik sieht im Bereich des möglichen Teilverkabelungsabschnitts Delligsen „keine Sachverhalte, bei denen eine mögliche Teilverkabelung sehr hohe Konflikte mit den Umweltschutzgütern oder sonstigen Raumnutzungen verursachen könnte.“

Die Planungen basieren nach wie vor auf der Drehstromtechnik, die erhebliche Nachteile in sich birgt:

  • starkes Magnetwechselfeld auf dem Boden direkt über der Trassenachse,
  • relativ hohe Erwärmung des Bodens über der breiten Trassenachse (s.u.),
  • Schneisenbreite etwa 45 m während der Bauphase und 15,50 m im Betrieb.

Die nun vorgelegte Machbarkeitsstudie für Teilerdverkabelungen in Drehstromtechnik sieht im Bereich des möglichen Teilverkabelungsabschnitts Delligsen „keine Sachverhalte, bei denen eine mögliche Teilverkabelung sehr hohe Konflikte mit den Umweltschutzgütern oder sonstigen Raumnutzungen verursachen könnte.“

Der gesamte Text der Studie kann unter
www.rov-wahle-mecklar-online.de
eingesehen und/oder heruntergeladen werden.

Nach unsere Auffassung weist die Studie jedoch erhebliche Mängel auf:

  • die 1998 entdeckte Mathildenhöhle (Gesamtlänge über 300 m) am Engpass Ammensen - Varrigsen, die zu den 20 längsten Gipshöhlen in Deutschland gehört und wahrscheinlich die einzige Juragipshöhle Europas ist, wird immer noch nicht berücksichtigt,
  • die Trassenfestlegung auf Ortsebene mit den wegen des Erdkabels notwendigen Trassenverschiebungen wird nur ungefähr angedeutet,
  • Delligsen wird nach wie vor in seinen Planungsmöglichkeiten enorm eingeengt,
  • eine Abwägung in Bezug auf Trassenwahl und Finanzen (Effizienz!?) wird nicht vorgelegt.

Weitere Informationen in unseren Veröffentlichungen:
Presseerklärung: "TenneT legt Machbarkeitsstudie für Erdkabelumgehungen vor"
Stellungnahme der Bürgerinitiative vom 16.12.2010
Neue Erdkabelvariante: Unsere Nachricht vom 07.06.2012

 

Unsere Stellungnahme

Die zeitliche Streckung der Planungsschritte wird begrüßt, sie entspricht durchaus auch dem Wunsch von Bürgerinitiativen, denn die bisher jährliche Auflage der Planungsunterlagen und die dazu möglichen Stellungnahmen haben zu zahlreichen Überschneidungen geführt.
Allerdings legen - nach wie vor - ausschließlich die Übertragungsnetzbetreiber die Planungen für den Ausbau der Übertragungsnetze vor. Die Aufnahme von grundsätzlichen Alternativen in den Netzentwicklungsplan unter Berücksichtigung der Vorschläge von Umweltorgani-sationen, Wissenschaftlern und Bürgerinitiativen und deren ergebnisoffene Untersuchung sind wieder nicht in den Planungsprozess aufgenommen worden.

Zur Verlegung von Erdkabeln hatte die BI Delligsen sich bereits im Raumordnungsverfahren der Trasse Wahle – Mecklar differenziert geäußert (vgl. unsere damaligen Stellungnahmen):

Einspruch der BI Delligsen im Raumordnungsverfahren

Stellungnahme der BI Delligsen zur Teilerdverkabelung

Der nun vorliegende gesetzliche Rahmen wird neue Konfliktfelder schaffen, zumal die Zeit immer mehr drängt und nach weiteren Beschleunigungsoptionen in den Abläufen gesucht werden wird.

Mit dem Vorrang der Erdverkabelung wird der entscheidende, zur Befriedung beitragende Planungsschritt: „Transparente und nachvollziehbare Abwägung über die geringere Belastung“ übergangen. Die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung weiter eingeschränkt.
Die Folge sind weitere Proteste und Prozesse. Das Ziel der Energiewende wird gefährdet.

Daher bleiben wir bei unseren Forderungen:

  • so wenig Höchstspannungsleitungen wie nötig
  • transparente, nachvollziehbare Abwägungsentscheidungen für die geringste Belastung

 

Einsprüche nicht mehr möglich

Die Einsprüche mussten schriftlich im Rathaus abgegeben werden.

Für die Einsprüche hatten wir folgende Dokumente zum Herunterladen zur Verfügung gestellt:

Liste möglicher Argumente

allgemeines Einspruch-Schreiben

Einspruch-Schreiben für betroffene Grundstücks-Eigentümer

 

 

Verantwortlichkeit (Impressum): Heinz-Jürgen Siegel E-Mail, 1. Vorsitzender, Delligsen, Niedersachsen
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Letztes Update dieser Seite: Dezember 2015.