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Plan N an Bundesregierung

Nachricht vom 02.12.2010

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Forum Netzintegration übergibt Regierung: „Plan N"

Für zügigen Stromnetzausbau

  • Nach fast zweijährigen Diskussionen verständigen sich Verbände, Bürgerinitiativen, Fachbehörden, Naturschützer, Netzbetreiber, Unternehmen und Wissenschaftler auf gemeinsame Handlungsempfehlungen zur Integration Erneuerbarer Energien
  • „Plan N" beschreibt Wege zu einem konfliktärmeren und schnelleren Um- und Ausbau der Stromnetze
  • Konstruktive Rolle von Bürgerinitiativen eröffnet Politik neue Chancen zur Öffnung des Flaschenhalses der Energiewende

In dem von der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) moderierten und vom Bundesumweltministerium (BMU) finanziell unterstützten Diskussionsforum erarbeiteten Fachleute aus Verbänden, Unternehmen der Stromwirtschaft, regionale Bürgerinitiativen, Naturschützer und Wissenschaftler detaillierte Vorschläge zur Integration der Erneuerbaren Energien. Das umfangreiche Papier („Plan N – Handlungsempfehlungen an die Politik zur künftigen Integration Erneuerbarer Energien in die Stromnetze") wurde am 29.11.2010 von Vertretern des Forums Ministerialbeamten und politischen Entscheidungsträgern aus Parlament und Regierung in Berlin vorgestellt und den Staatssekretären Jürgen Becker (BMU) und Jochen Hohmann (BMWi) übergeben.

Ziel der Vorschläge ist es, die Akzeptanz des notwendigen Um- und Ausbaus der Stromnetze zu verbessern und den vielfach beklagten „Flaschenhals der Energiewende“ zu öffnen.

 

Nach "Stuttgart 21": "Netz 21" vermeiden

„Wer mehr Akzeptanz will, muss einen Plan haben, der die Notwendigkeit des Netzausbaus für die betroffenen Anwohner nachvollziehbar macht und gleichzeitig auf das unumgängliche Maß beschränkt. Durchgängig muss ein Minimierungsgebot gelten und umweltverträglichere Übertragungstechnik einschließlich HGÜ müssen erprobt werden“, sagte Klaus Rohmund von der Bürgerinitiative Werra-Meißnerkreis für die BIs im Forum-Netzintegration.

Wie weit der Weg zu einer Einigung im Streit zwischen Bürgern und Netzbetreibern noch ist, zeigte sich beim Unterzeichnen des Plan N: Von den rund 200 am zweijährigen Prozess Beteiligten haben nur 70 unterschrieben. Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, der die Netzbetreiber vertritt, gehört nicht zu den Unterzeichnern.

Erdkabel sind zentraler Konfliktpunkt

Stein des Anstoßes waren vor allem die Erdkabel. Die Netzbetreiber monieren, dass diese Technik teurer seien als die heute (noch) üblichen Freileitungen. Man habe keine 100-prozentige Gewissheit, dass die Bundesnetzagentur die Mehrkosten anrechne und man sie umlegen könne.

Trotz dieser Einschränkungen verbuchen wir Beteiligten das Projekt als Erfolg. So nah ist man in Deutschland einer Einigung im Netzausbau bisher noch nie gekommen.

„Die Zustimmung zu großen Infrastrukturmaßnahmen ist ein bisweilen mühseliger Prozess, in dessen Verlauf sehr viele Informationen angemessen aufbereitet bereitgestellt werden müssen“, resümiert Peter Ahmels, der Leiter Erneuerbare Energien und Koordinator des Forum Netzintegration bei der DUH: „Wir müssen aus Stuttgart 21 lernen und damit Netz 21 vermeiden. Plan N ist eine Chance, weil sich viele unterschiedliche Interessen in der Liste der Unterzeichner finden und hoffentlich noch weitere, die sich bisher noch nicht entschließen konnten, hinzuzukommen. Die Empfehlungen liegen auf dem Tisch. Nun ist die Politik am Zug.“

Bundesumweltministerium (BMU) und Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) wollen eine Informationskampagne zum Thema Netzausbau starten, um mehr Transparenz zu schaffen und so die Akzeptanz zu verbessern.

Der gesamte Text des Papiers:
"Plan N – Handlungsempfehlungen an die Politik zur künftigen Integration Erneuerbarer Energien in die Stromnetze"

 

 

 

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Letztes Update dieser Seite: Dezember 2010.