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Brüderle drängt auf Erdkabel

Nachricht vom 09.01.2011

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Sprecher der Bürgerinitative: Zu kurz gesprungen!

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle will nach einer Meldung von REUTERS mit einer Gesetzesänderung den Ausbau des Stromnetzes beschleunigen.

So sollten künftig Stromleitungen bei den vier großen Pilotprojekten auch gegen den Willen der Energiekonzerne unterirdisch verlegt werden müssen, wenn die zuständigen lokalen Genehmigungsbehörden dies wünschten. Durch die gegenwärtig geltende "Kann"-Vorschrift herrsche "Stillstand in den Genehmigungsverfahren", zitiert die Agentur einen Magazinbericht, der sich auf ein Papier des Ministeriums beruft. Die Änderung solle im April des kommenden Jahres in Kraft treten. Brüderle wolle mit seiner Initiative "die gesellschaftliche Akzeptanz des Leitungsbaus fördern".

Hierzu meint der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Heinz-Jürgen Siegel:

"Zu begrüßen ist, dass in der Regierung inzwischen offenbar angekommen ist, dass das EnLAG ein untaugliches Instrumentarium bietet, um den Netzausbau zu beschleunigen.

Mit dieser "Initiative" wird jedoch zu kurz gesprungen, wenn aus der Kann- lediglich eine Muss-Bestimmung wird.

Denn was passiert, sieht man an den Planungen für Wahle - Mecklar:

Der Netzbetreiber sucht auf Kosten der Effizienz (weil im Zick-Zack-Kurs die Unterschreitung des Vorsorge-/Sicherheitsabstandes vermieden wird) eine Trassenführung, in der eine Erdkabelführung kaum nötig ist. Dort, wo es dann gar nicht mehr vermeidbar ist, die Abstände zu unterschreiten (weniger als 10% der Gesamtstrecke), wird geprüft, ob eine Teil-Erdverkabelung (natürlich in Drehstromtechnik!) machbar ist.

Das kann aber nie die effizienteste Strecke sein.

Das EnLAG müsste neben der "Muss-Bestimmung" aus meiner Sicht um folgende Punkte ergänzt werden:

  • Unabhängig von der Verlegetechnik ist eine Verpflichtung aufzunehmen, dass die Streckenführung auf die eingriffsärmste Variante optimiert werden muss.
  • Sensible Landschaften dürfen durch Freileitungen nicht beeinträchtigt werden
  • Prüfung auf Vollverkabelung (in HGÜ-Technik) für mindestens eine Pilotstrecke (nach Prof. Dr.-Ing. Kreusel, ABB, wäre Wahle - Mecklar gut geeignet)
  • Erweiterung auf künftige Leitungsprojekte
  • Beteiligung der Bürger "auf Augenhöhe" vor(!) Einleitung der Verfahren (Raumordnung und Planfeststellung) - da eine Klageinstanz (= auch eine Form der Bürgerbeteiligung) gestrichen worden ist.

 

Drehstromkabel: Technologische Sackgasse

Die Teil-Erdverkabelung in Drehstromtechnik stellt aus unserer Sicht eine technologische Sackgasse dar und ist nur eine "Notlösung":
Nach eingehenden Recherchen halten die Bürgerinitiativen eine Erdverkabelung in der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ light) sowohl aus ökonomischer als auch aus ökologischer Sicht für sinnvoller als eine Freileitung.

  • nur auf relativ kurzen (10 km) Teil-Strecken sinnvoll anwendbar
  • thermische Belastung und deren ökologische Auswirkung sind (noch) nicht bekannt -
    "thermischer Engpass" (Prof. Dr.-Ing. Osswald)
  • dauerhafte Schneise in der Landschaft (Forst und Feld) von über 15 m (Bundesstraßenbreite)
  • in der Bauphase sogar 50 m (Autobahnbreite) mit lang wirkenden Folgeschäden (z.B. Bodenverdichtung)
  • ungeklärte Auswirkung der Magnetwechselfelder auf das Weidevieh - Menschen können sich fernhalten

Das HGÜ-Erdkabel weist folgende Vorteile auf:

  • keine ((Gesundheits-)Gefährdung durch Strahlung
  • geringere Trassenbreite und damit geringerer Landverbrauch
  • geringere Stromverluste und Wartungskosten

und deshalb:

  • höhere Akzeptanz in der Bevölkerung

 

Wie kommt Erneuerbare Energie ins Netz?

  • 1. Aufbauend auf dem "Plan N" (Deutsche Umwelthilfe e.V.) fordern wir zunächst die Offenlegung der Lastflussdaten, mit denen die Notwendigkeit der Trasse zweifelsfrei nachgewiesen werden muss, nach Ausschöpfung aller anderen Möglichkeiten (NOVA-Prinzip).
  • 2. Mit diesen Daten, durch eine "neutrale" Instanz geprüft und offen mit der Bevölkerung diskutiert, kann dann ein Bundesnetzplan erstellt werden.
  • 3. Erst danach wäre dann zu klären, welche technologische Variante die eingriffsärmste ist.

 

 

Verantwortlichkeit (Impressum): Heinz-Jürgen Siegel E-Mail, 1. Vorsitzender, Delligsen, Niedersachsen
Copyright 2014 (Impressum)
Letztes Update dieser Seite: Februar 2011.