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Bürgerinitiative im Rat

Nachricht vom 23.02.2012

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Bericht nach Abschluss des ROV

Nach Veröffentlichung der "Raumordnerischen Feststellung" hat sich am 21.02.2012 der Rat des Flecken Delligsen mit dem Ergebnis befasst und den Architekten Floss sowie den Vorsitzenden der Bürgerinitiative eingeladen.

Unser Vorsitzender Heinz-Jürgen Siegel konnte berichten:

Das Ergebnis des ROV liegt jetzt vor:
Drei Trassenvarianten sind geeignet: 2, 3 und 4, keine dieser drei Varianten ist ungeeignet.

Die Trassenvariante 2/3 (über Holle, Bockenem, Lamspringe, Bad Gandersheim, Kreiensen, Einbeck) enthält offenbar aus Sicht der Planungsbehörde die geringste Zahl an Konflikten.
Gegen die Trassenvariante 4 (über Delligsen) spricht darüber hinaus, dass sie die längste Trasse ist und einen zusätzlichen Erdkabelabschnitt von ca. 9 km Länge erfordert.

Nun wird in den nächsten Monaten das "Planfeststellungsverfahren" beginnen, dabei wird der genaue Verlauf der Leitung und der genaue Standort für jeden Masten der „raumverträglichsten“ Trasse (Trassenvariante 2/3) festgelegt.

Was bedeutet das für Delligsen und unsere Bürgerinitiative?
Es ergeben sich aus unserer Sicht folgende Perspektiven:

  • Entweder: Die Trasse 2/3 wird gebaut, wie in der Raumordnerischen Feststellung vorgesehen.
    Danach wird auch die 220 kV Leitung - mitten durch Delligsen - voraussichtlich etwa 2017 abgebaut.
    Das wäre ein Erfolg für Delligsen (und für uns).

  • Oder: Die Trasse 2/3 erweist sich nach dem nächsten Verfahrensschritt (Planfeststellungsverfahren) als nicht machbar - durch Einsicht oder durch Gericht. Dann werden die Karten neu gemischt.
    Dann stünde die Trasse 4 als eine der möglichen Varianten wieder zur Diskussion - mit höherer Priorität.

  • Außerdem Nach Fukushima und im Zuge des beschleunigten Atomausstiegs („Energiewende“) sollen noch bis zu 4.000 km Höchstspannungsverbindungen errichtet werden, vorrangig (zu 80 %) auf den bisherigen 220 kV-Trassen.
    Die Streckenführung ist noch unbekannt.
    Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende ist der beschleunigte Ausbau der Stromnetze.
    Diese Trassen würden deshalb auch nach dem „Netzausbaubeschleunigungsgesetz“ (NABEG) geplant - ohne Abstandsvorschriften zur Wohnbebauung und bei bestehenden Trassen könnte im beschleunigten Verfahren auch ohne Umweltprüfung gebaut werden.

Daher richtete der Vorsitzende an den Rat 3 Bitten:

  • Unsere „Hilsmulde“ ist eine schöne Landschaft - wie kann der Schutzstatus unserer Landschaft verbessert werden?

  • Der Rat möge in Delligsen auf allen Ebenen der Gemeinde die notwendige Diskussion anregen, wie vor Ort mehr (am besten 100% des Eigenbedarfs) erneuerbare Energie gewonnen werden kann.
    "Stellen Sie - mit allen Interessierten der Gemeinde - ein regionales Energiekonzept auf!"

  • Der Rat möge weiter die Arbeit unserer Bürgerinitiative unterstützen!

In diesem Zusammenhang wies Heinz-Jürgen Siegel auf die Info-Veranstaltung im Rahmen unserer Jahreshauptversammlung hin.

Einladung Jahreshauptversammlung

 

 

 

 

Verantwortlichkeit (Impressum): Heinz-Jürgen Siegel E-Mail, 1. Vorsitzender, Delligsen, Niedersachsen
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Letztes Update dieser Seite: Februar 2012.