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Sued.Link-Unterlagen eingereicht

Nachricht vom 14.12.2014

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Nächster Schritt des Netzausbaus eingeleitet

Die Vorhabenträger TenneT TSO und TransnetBW haben am 12. Dezember 2014 den Antrag auf Bundesfachplanung für den gesamten Verlauf des Vorhabens 4 (Wilster - Grafenrheinfeld) gestellt. Die Bundesnetzagentur prüft nun die Vollständigkeit der Unterlagen.

Das Vorhaben 4 gilt als einer der Eckpfeiler des künftigen Übertragungsnetzes. Es soll als Leitungsneubau Wilster (nahe der Elbmündung) über eine Strecke von 600 bis 700 Kilometern mit Grafenrheinfeld (Bayern) verbinden. Das Vorhaben Nr. 4 (Wilster – Grafenrheinfeld) liegt gemeinsam mit dem Vorhaben Nr. 3 (Brunsbüttel – Großgartach) im Korridor C des Netzentwicklungsplans und wird von den Übertragungs-netzbetreibern SUED.LINK genannt. Beide Vorhaben sollen nach den Planungen der Vorhabenträger weitgehend auf einem Mast geführt werden.

Die Leitungen sollen in HGÜ-Technik (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) eingesetzt und "in technisch und wirtschaftlich sinnvollen Teilabschnitten" (NABEG/ENLAG) als Erdkabel gelegt werden.

Bei der jetzt beantragten Stromleitung handelt es sich um ein "zentrales Vorhaben", das 2013 mit großer Mehrheit im Bundestag und im Einvernehmen mit den Ländern mit dem Bundesbedarfsplangesetz beschlossen wurde (vgl. Bundesnetzagentur). Mit dem Neubau der rund 650 km langen Leitung soll im Norden den an Land und auf See erzeugten Windstrom zu den Verbrauchern in Bayern und Baden-Württemberg transportieren. Mit dem Neubau dieser Leitung wäre ein erster Schritt im Netzausbau nach der "Energiewende" getan. Die Übertragungsnetzbetreiber beabsichtigen, in diesem Korridor C die Leitungskapazität je nach Ausbauszenario von 2 x 1,3 GW auf bis zu
12 GW zu erweitern.

Begründet wird die Maßnahme mit der bis zum Jahr 2022 vorgesehenen Abschaltung der sechs verbliebenen Kernkraftwerke und dem dadurch enstehenden Erzeugungsdefizit, das nach Darstellung der Übertragungsnetzbetreiber regional nicht ausgeglichen werden kann und deshalb Eingang in die Bundesbedarfsplanung gefunden hat.

Ziel des jetzt beantragten Bundesfachplanungsverfahren ist, aufgrund der eingereichten Unterlagen den für diese Verbindunge(en) nötigen etwa 1.000 m breiten Trassenkorridor festzulegen. Diese Unterlagen enthalten auch die im Rahmen der vorgezogenen, informellen Bürgerbeteiligung (TenneT: "Projektdialog") gewonnenen Hinweise aus den zahlreichen Eingaben der Bevölkerung. Technisch machbare Vorschläge, die nach TenneT im Vergleich besser, gleich gut oder nur geringfügig schlechter als die "Vorzugstrasse" waren, wurden als neuer Korridorvorschlag im Antrag an die Bundesnetzagentur berücksichtigt. Von den 112 geprüften Vorschlägen wurden von TenneT 98 mit in die Planung aufgenommen.

Zahlreiche - an der vorgesehenen Vorzugstrasse gelegene - Landkreise haben sich mit ihren Landräten zusammengetan (darunter auch die Landräte der Landkreise Holzminden und Hildesheim) und fordern, dass bei der Antragsprüfung nicht nur der Vorschlagskorridor der Betreiber, sondern auch die anderen großräumigen Trassenkorridore ("Ost" über Halberstadt, "Mitte" über Einbeck - entlang der 380 kV-Trasse Wahle - Mecklar(!) - und "West" über Bielefeld) mit gleicher Prüfungstiefe untersucht werden.

vgl. TenneT: Alternativtrassen
und unsere Nachricht vom 13.05.2014: Keine Bündelung mit Wahle - Mecklar?

Als nächster Schritt im Bundesfachplanungsverfahren folgen unter Beteiligung der Öffentlichkeit "Antragskonferenzen", in denen der Untersuchungsrahmen für das Verfahren festgelegt wird.

 

 

 

 

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