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Erdkabelvorrang in der Anhörung

Nachricht vom 15.10.2015

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TenneT: "Wir können vollverkabeln!"

Nach Vorlage der Gesetzesentwürfe zum Erdkabelvorrang für die HGÜ-Trassen fand am 14.10.2015 eine öffentliche Anhörung statt. Grundlage der Beratungen war der von der Bundesregierung eingebrachte Entwurf eines Gesetzes zur Änderung von Bestimmungen des Rechts des Energieleitungsbaus sowie die Stellungnahme des Bundesrates und die Gegenäußerung der Bundesregierung
Bundestagsdrucksache 18/4655
Die zur Anhörung eingeladenen Sachverständigen kamen aus den unterschiedlichsten Bereichen:

Netzbetreiber
Amprion GmbH, Dr. Klaus Kleinekorte
TenneT TSO GmbH, Lex Hartman

Industrie
Hydro Aluminium Deutschland GmbH, Thomas Mock

Kabelhersteller
ABB AG, Raphael Görner

Wissenschaft
Leibniz-Universität Hannover, Prof. Dr. Lutz Hofmann

Kommunalverwaltung
Landkreis Hameln-Pyrmont, Tjark Bartels
Deutscher Landkreistag, Dr. Klaus Ritgen
Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB), Miriam Marnich

Umweltverband
Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH), Dr. Peter Ahmels

Insgesamt ist die Verlegung von HGÜ-Stromleitungen unter die Erde von den Sachverständigen begrüßt worden, da sie bei bestimmten Planungsvoraussetzungen zur größeren Akzeptanz und damit zur Beschleunigung des Verfahrens führen können.

Der Vorrang von Erdverkabelungen für HGÜ-Verbindungen in Siedlungsnähe wird als eine Verbesserung des Wohnumfeldschutzes angesehen. Außerhalb von Siedlungsgebieten seien Eingriffe in den Boden genau zu prüfen. "Wenn die Erdverkabelung keine bessere Lösung darstellt, muss auch weiter eine Freileitung möglich sein" (Dr. Peter Ahmels, DUH),

Lex Hartmann (TenneT) kann sich zwar vorstellen, die HGÜ-Verbindungen zu 90% in die Erde zu verlegen, benötigt aber "um verlorene Zeit wieder aufzuholen" ein zeitlich enger getaktetes Planungskorsett und eine kleinere "Planungsellipse". Er stellt sich einen möglichst geradlinigen Verlauf der Trasse vor. Auf jeden Fall müssten die HGÜ-Trassen völlig neu geplant werden.

Unklar blieb, wie hoch die Mehrkosten bei Erdverkabelung ausfallen werden. Interessant ist, dass man zwar noch nicht (genau) weiß, wie teuer eine Freileitung käme, aber man weiß schon, wie teuer das Erdkabel werden wird. Es wurde jedoch auch von den Übertragungsnetz-betreibern eingeräumt, dass bei weiteren Verzögerungen die mit Sonne und Wind produzierte "saubere" Energie zwar in beachtlichen Größenordnungen subventioniert, aber nicht genutzt werden kann und damit die Kosten weiter in die Höhe getrieben werden..

Den gesamten, ca. 2-stündigen Verlauf der Anhörung können Sie hier abrufen.

Wir werden den Gesetzgebungs- und den darauffolgenden Planungsprozess weiter kritisch verfolgen.

 

 

 

 

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