Kontakt | Impressum | Sitemap 

NACHRICHTEN
01.06.2017: Anträge zum Untersuchungsrahmen [Mehr]
25.04.2017: Anträge zur Bundesfachplanung [Mehr]
11.04.2017: Bericht über JHV 2017 [Mehr]
09.03.2017: Die Kuh ist noch nicht vom Eis... [Mehr]
26.02.2017: Boden ist ein wertvolles Gut... [Mehr]
27.01.2017: Info-Veranstaltung [Mehr]
   

Hilfe Suchen

Suchen Sie bitte etwas mit lediglich einem oder mit sehr wenig (2 oder 3) Wörtern. Ein Wort kann vollständig buchstabiert werden oder es kann mit nur den ersten Buchstaben eingegeben werden. Falls lediglich einige Buchstaben, wird das Suchergebnis bestehen aus allen Ergebnissen mit Wörtern in welchen diese Reihenfolge von Buchstaben vorhanden ist.

Bericht von der JHV 2016

Nachricht vom 29.04.2016

Zu allen Nachrichten

 

220 kV-Leitung - wie lange noch?

Anlässlich der diesjährigen Jahreshauptversammlung gab der Vorsitzende, Heinz-Jürgen Siegel, einen Überblick über die gegenwärtige Planungssituation der Übertragungsnetze im Bereich des Leine- und Weserberglandes.

Seit mehr als 10 Jahren wird in dieser Region der Neubau von Höchstspannungsleitungen beabsichtigt. Jedoch hat es immer wieder neue Planungsgesetze gegeben, die den Bau der neuen Leitungen beschleunigen und die Akzeptanz durch die betroffenen Bürger erhöhen sollte. Das Ergebnis habe jedoch genau das Gegenteil bewirkt. Der Ausbau verzögerte sich und die Proteste verstärkten sich immer mehr. Bis heute steht noch kein einziger neuer Mast!

So ist bei dem 230 km langen 380 kV-Leitungsbauprojekt zwischen den Umspannwerken (UW) Wahle und Mecklar durch die letzte Gesetzesnovelle von Dezember 2015 erstmalig ermöglicht worden, im Abschnitt A (zwischen dem UW Wahle und dem neu zu errichtenden UW Lamspringe) ein 10 – 20 km langes Teilstück als Erdkabel zu verlegen. In der Tat ein Fortschritt, mindestens für die dort Betroffenen. Aber dadurch wird sich nun die Verfahrensdauer erneut verlängern. Und damit auch der Abbau der nahezu 90-jährigen 220 kV-Leitung zwischen den Umspannwerken Godenau und Hardegsen, die auch Delligsen quert. Es werden also vermutlich mindestens noch weitere fünf Jahre vergehen, bis hier der erste Mast abgebaut wird, obwohl die Betriebsgenehmigungen für diese Leitungen bereits schon einmal bis 2015/2016 verlängert worden ist.

Ein weiteres Beispiel betrifft die Planung des Projektes „Sued.Link“, zwei Gleichstromverbindungen mit 525 kV und 4 GW (durchschnittliche Leistung eines Atomkraftwerkes: 1,3 GW) ohne Abzweigung zwischen Nord- und Süddeutschland. Seit Dezember 2015 ist es durch die Gesetzesnovelle ("Erdkabelvorrang") bei diesen Leitungssystemen möglich, die gesamte Leitungsverbindung vorrangig als Erdkabel auszuführen. Das bedeutet, dass die gesamte bisherige Planung mit bundesweit organisierten zahlreichen Veranstaltungen der vorgezogenen Bürgerbeteiligung im Papierkorb landet, weil nun ganz andere Planungsgesichtspunkte gelten.

Allerdings wird es höchste Zeit, dass endlich die Leitungen fertiggestellt werden, denn der Zeitpunkt der Abschaltung aller Atomkraftwerke naht. „Trotzdem müssen die Bürgerinitiativen ihre Ziele weiter verfolgen: menschen- und umweltverträgliche Verlegung der Leitungen, Schutz der Landschaft und gerechte Verteilung der Kosten. Die Leitungen, die jetzt - irgendwann einmal - gebaut werden, werden wieder für 50 – 100 Jahre bestehen bleiben.“

Wenngleich zurzeit im Bereich Delligsen keine spektakulären Ereignisse stattfinden, konnte der Sprecher, Heinz-Jürgen Siegel, anhand seines Tätigkeitsberichtes zeigen, dass die Bürgerinitiative weiterhin wachsam bleibt und die Entwicklungen kritisch verfolgt und begleitet. Die Bürgerinitiative in Delligsen informiert hier auf unserer Website (www.bi-hilsmulde.de) laufend über die neuesten Entwicklungen und hält engen Kontakt zu anderen Bürgerinitiativen. Sie unterstützt deren Aktionen, nimmt Stellung zu den Plänen und Planungsverfahren. So ist sie dem "Bündnis von Bürgerinitiativen in Niedersachsen“ beigetreten und hat Stellung genommen zu dem "Positionspapier der Bundesnetzagentur", das die "Bundesfachplanung für Gleichstrom-Vorhaben mit gesetzlichem Erdkabelvorrang" behandelt.

Demnächst findet in Han.- Wülferode veranstaltet von der dortigen Bürgerinitiative in Zusammenarbeit mit dem Bündnis von Bürgerinitiativen in Niedersachsen im Rahmen einer "Bürgerkonferenz" eine Info- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Menschen- und umweltverträgliche Erdverkabelung“ statt.

Heinz-Jürgen Siegel dankte im Anschluss an seinen Bericht allen Vorstandsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit und der Landtags-abgeordneten Sabine Tippelt sowie Bürgermeister Dirk Knackstedt für deren stete Gesprächsbereitschaft und Unterstützung aller Anliegen der Bürgerinitiative. Die beantragte Entlastung des Vorstandes für die Arbeit des vergangenen Jahres wurde von der Versammlung einstimmig gewährt.

Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden die vom Vorstand vorgeschlagenen Satzungsänderungen einstimmig beschlossen,
u. a. zum Erhalt der Gemeinnützigkeit der Bürgerinitiative und zur Verwendung des Vereinsvermögens bei ihrer Auflösung an die „Menschens-Kinder-Stiftung“, der Kinder- und Jugendpflegestiftung der ev.-luth. Kirchengemeinde St. Georg zu Delligsen.

Tabellarischer Jahresbericht des Vorstandes für 2015

Bürgerkonferenz der BI Han.-Wülferode in Zusammenarbeit mit dem "Bündnis Bürgerinitiativen Niedersachsen"am 02.06.2016

 

 

 

 

Verantwortlichkeit (Impressum): Heinz-Jürgen Siegel E-Mail, 1. Vorsitzender, Delligsen, Niedersachsen
Copyright 2014 (Impressum)
Letztes Update dieser Seite: .