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01.06.2017: Anträge zum Untersuchungsrahmen [Mehr]
25.04.2017: Anträge zur Bundesfachplanung [Mehr]
11.04.2017: Bericht über JHV 2017 [Mehr]
09.03.2017: Die Kuh ist noch nicht vom Eis... [Mehr]
26.02.2017: Boden ist ein wertvolles Gut... [Mehr]
27.01.2017: Info-Veranstaltung [Mehr]
   

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Berichte über Info-Veranstaltungen

Nachricht vom 05.11.2016

Zu allen Nachrichten

 

Ortstermin

Vorab hatten wir zu einem „Ortstermin“ an einer kritischen Stelle des geplanten Trassenverlaufs zwischen der Bundesstraße 3 und der in einem ehemaligen Steinbruch gelegenen, stillgelegten Deponie eingeladen. Ca. 20 Personen überzeugten sich vor Ort von der schwierigen topographischen Situation. Es handelt sich um ein sehr bewegtes Gelände, durch das sich die als Erdkabel geplante Trasse (Trassenbreite ca. 30 – 40 m) hindurch schlängeln müsste. Die einzige – allerdings sehr kostenaufwändige – Lösung wäre eine tiefe Untertunnelung.
Offen blieb, ob an dieser Deponie eine Untertunnelung überhaupt zulässig wäre.

RTL-Nord und die lokale Presse begleiteten diesen „Ortstermin“.

Berichterstattung RTL-Nord

Berichterstattung Alfelder Zeitung Ortstermin

 

Info-Veranstaltung des Landkreises Holzminden

Anders als in anderen Landkreisen hatte der Landkreis Holzminden in Delligsen zu der Info-Veranstaltung über die westlichste Variante der geplanten Trassenführung für die Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungsverbindung (HGÜ) „Sued.Link“ eingeladen. Neben den Fachexperten des Übertagungsnetzbetreibers (ÜNB) und der Bundesnetzagentur (BNetzA) standen als zusätzliche Referenten Vertreter des Planungsbüro OECOS (Prof. Dr. Runge), Rechtsanwalts-büro de Witt (Siegfried de Witt) auf dem Programm . Sie waren bereits im Landkreis-Bündnis entlang der Weser bei Sued.Link 1.0 tätig.

Die Info-Veranstaltung begann mit einem ca. einstündigen „InfoForum“ mit verschiedenen Informationsständen mit Karten und Modellen, die von Fachexperten erläutert wurden.

Zu Beginn der anschließenden „Fachkonferenz“ hatte der Vorsitzende der Bürgerinitiative Delligsen in der Hilsmulde e. V. (Heinz-Jürgen Siegel) Gelegenheit, Fragen zur Trasse aus Sicht der betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu stellen. Die Vertreter erläuterten die Planungsschritte des Planungsverfahrens, die Herleitung des Trassenverlaufs und den Zeitplan. Die vom Landkreis Holzminden eingeladenen Vertreter des Planungsbüros und der Fachanwalt betonten, dass sie streng darauf achten würden, dass die von der BNetzA vorgegebenen Planungsschritte auch widerspruchsfrei eingehalten werden.

Viele grundsätzliche Fragen über die Dimensionierung der Trasse, die mögliche Belastung der Mikroorganismen und insbesondere der geschützten Tierarten im FFH-Schutzgebiet auch durch das zusätzliche Magnetfeld, die Folgewirkungen der Erwärmung und last but not least der Entschädigung für die Inanspruchnahme des Bodens wurden aus unserer Sicht nicht hinreichend beantwortet („das ist bereits entschieden“ oder „das wird erst später geklärt“).

Die auch in der Berichterstattung erkennbare durchgängige Euphorie über eine jetzt transparentere Planung des ÜNB kann die BI nicht teilen. Allenfalls können wir zum jetzigen Zeitpunkt eine umfassendere Information vor der eigentlichen Planung feststellen - aber damit könnte eine die transparente Planung beginnen. Noch können wir nicht erkennen, wie die Einwände der Bürgerinnen und Bürger tatsächlich behandelt werden. Das förmliche Verfahren der Bundesfachplanung wird erst mit der Antragstellung – voraussichtlich im Frühjahr 2017 – in Gang gesetzt.

Berichterstattung Alfelder Zeitung Info-Veranstaltung

Berichterstattung Täglicher Anzeif´ger, Holzminden

 

Konflikte

Der Infoabend hat auch gezeigt: Zwar handelt es sich bei dem Trassenkorridorsegment zwischen Nordstemmen und Northeim um einen recht geradlinigen Verlauf, jedoch ergeben sich auf dem am Infoabend betrachteten Abschnitt auf dem Gebiet des LK Holzminden/Flecken Delligsen eine Reihe von erheblichen Konflikten, deren Bewältigung z. T. erhebliche Kosten verursachen würden:

  • Einschränkung der Planungs- und Entwicklungsmöglichkeiten des Flecken Delligsen
  • o 3-streifiger Ausbau der B3
  • o Gestaltung des Ortseingangs an der B3
  • o Erweiterungsmöglichkeiten des Industriegebietes an der B3
  • o Raum für Ortsumgehung von Ammensen

  • Zwei sogenannte „Techn. Engstellen“, die erhebliche ökologische Probleme bergen:
  • o Deponie Doershelf (s.o. „Ortstermin“)
  • o Karstgebiet nördlich von Ammensen mit einer bedeutsamen, aber fragilen Höhle
    („Mathildenhöhle“) und einem Erdfallgebiet

  • Verletzungen des Biotop- und Gebietsschutz
  • o Vergrämung der Avifauna in den FFH- bzw. Naturschutzgebieten Selter und Hils
  • o Lebensräume streng geschützter Brutvogelarten außerhalb der o.g. Schutzgebiete
    werden beeinträchtigt und/oder zerstört
  • o Zerstörung der Brückenfunktion geschützter Biotope zwischen den FFH-Gebieten


Durch die Hereinnahme des Planungsbüros und des Rechtsanwalts kann die Bürgerinitiative nun auf weitere Unterstützung hoffen, diese müssen aber auch erst von den Argumenten der BI über-zeugt werden.

 

 

Verantwortlichkeit (Impressum): Heinz-Jürgen Siegel E-Mail, 1. Vorsitzender, Delligsen, Niedersachsen
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