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Boden ist ein wertvolles Gut...

Nachricht vom 26.02.2017

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„Boden ist ein wertvolles Gut..."

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Joachim Lück, Bürgerdialog Stromnetz, Prof. Dr. Rainer Horn, Uni Kiel
... war die grundlegende Aussage von Prof. Dr. mult. Rainer Horn, geschäftsführender Direktor der Abteilung Bodenkunde im Institut
für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Uni Kiel, in der Informations- und Diskussionsveranstaltung am 16.02.2017 im Delligser Festsaal.

Die Bürgerinitiative Delligsen hatte in Zusammenarbeit mit dem „Bürgerdialog Stromnetz – Büro Hannover“ eingeladen und ca.
50 Interessierte, vorrangig aus landwirtschaftlichen Berufen, waren gekommen; 20 – 30 % der Teilnehmer kamen aus benachbarten Gemeinden und darüber hinaus.

Im Hauptreferat des Abends ging Horn auf die unterschiedlichen Eigenschaften der Böden ein. Bereits vor der Trassenplanung sei es dringend geboten, mit bodenkundlichem Sachverstand den poten-
ziellen Trassenverlauf zu prüfen. Nur, wenn vor der Verlegung der Kabel die Beschaffenheit des Bodens geprüft und nach der Verle-
gung die landwirtschaftliche Bearbeitung an die bodenkundlichen Erkenntnisse angepasst würden, könne der Boden hinreichend geschützt werden.

Immerhin werde der Boden erheblich belastet, vor allem durch die Erwärmung der Kabel, die bis zu 70° C betragen könne. Die Wärme müsse zwingend abgeleitet werden, im Wurzelbereich sei maximal eine Erwärmung um 2 K zu verkraften. Bestgeeignet zur Ableitung sei das Grundwasser, das in ausreichender Höhe vorhanden sein muss.

Äußerst skeptisch zeigte Horn sich bei der Verwendung von Flüssigboden, der gelegentlich zur Ableitung von Wärme und zur Bettung der Kabel vorgeschlagen wird. Es seien noch keine belastbaren Daten für die Eignung dieses Materials veröffentlicht worden.

Nach Verlegung der Kabel benötige der Boden vor allem mehrere Jahre Ruhe, damit sich im Boden die alten Funktionen wieder-
einstellen können. Zur falschen Zeit mit der falschen Maschine den Boden bearbeitet, könne ihn für immer schädigen.

Auch in der Bauphase stecke ein erhebliches Potential an Bodengefährdungen durch große Maschinen, nicht hinreichend eingewiesenes Personal oder falsch wieder eingefüllte Boden-schichten, aber auch durch zu trockene oder zu nasse Böden.
Auch deshalb sei eine ständige bodenkundliche Begleitung mit durchgreifenden Rechten die zwingende Voraussetzung für die bodenschonende Behandlung.

Im Anschluss an den Vortrag konnte Justus Beier, vereidigter und öffentlich bestellter landwirtschaftlicher Sachverständiger die Darlegungen von Prof. Horn bestätigen und mit zahlreichen Beispielen aus der Praxis der Verlegung von Erdgasrohren zeigen, welche typischen Fehler gemacht werden können und leider auch gemacht werden.

Viele Fragen aus dem Publikum wurden angesprochen und die meisten auch beantwortet.

Offen blieben die Fragen nach den Entschädigungen für die Landwirte und Grundstückseigentümer sowie die Fragen nach der Trassenplanung in naturgeschützten Biotopen und bei stillgelegten Deponien. Fragen, die gerade im Bereich des Flecken Delligsen eine große Rolle spielen.

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