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25.04.2017: Anträge zur Bundesfachplanung [Mehr]
11.04.2017: Bericht über JHV 2017 [Mehr]
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Bericht über JHV 2017

Nachricht vom 11.04.2017

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SUED.LINK 2.0 durch Delligsen?

Zu Beginn seines Berichtes in der Jahreshauptversammlung am 29.03.2017 stellte der Vorsitzende Heinz-Jürgen Siegel die gegen-wärtige Planungssituation in und um den Bereich des Fleckens Delligsen dar. Konnten betroffene Bürger noch in der letzten Jahres-hauptversammlung relativ entspannt auf die Planungen der Höchst-spannungsverbindungen von Nord nach Süd blicken, so befindet sich seit Herbst 2016 auch das Leinetal wieder im Focus der Planer.

SUED.LINK 2.0
Noch sei nicht entschieden, ob diese 500 kV-HGÜ-Trasse das Gebiet des Fleckens Delligsen berühren wird (vgl. unsere Nachrichten auf dieser Website seit Oktober 2016). Aber wenn sie in Delligsen verlegt würde, würde sie wird auf jeden Fall als Erdkabel verlegt werden. Insgesamt sicher ein Fortschritt. Der Teufel steckt aber auch hier - wie so oft - im Detail.

Die AG TransnetBW und TenneT hätten zwar nach ihrer vorgezo-genen, informellen Bürgerbeteiligung eine Vorzugstrasse benannt und diese der Bundesnetzagentur (BNetzA) vorgeschlagen. Jedoch würden alle bisher angedachten Streckenvarianten von der BNetzA in gleicher Detailtiefe untersucht und seien auch „noch im Rennen“.

Die sog. „vorläufige Vorzugstrasse“ führe östlich an Hannover
vorbei und folge bis etwa Göttingen dem Verlauf der Autobahn A7. Der alternative Streckenabschnitt, der Delligsen berührt, liege in der westlichsten Trasse. Für diesen Streckenabschnitt zwischen Elze und Einbeck gebe es 4 kritische Stellen, zwei auf dem Gebiet des Fleckens Delligsen: Querung der Deponie Doershelf und Querung des Karstgebiets zwischen Varrigsen und Ammensen.

Inzwischen seien vom Vorhabensträger die Planungsunterlagen eingereicht worden. Nach Prüfung der Unterlagen auf Vollständig-keit durch die BNetzA könnten die Antragskonferenzen eröffnet werden (inzwischen verdichteten sich die Anzeichen, dass mit den Antragskonferenzen für den Abschnitt Scheeßel – Bad Gandersheim / Seesen etwa Ende Juni/Anfang Juli 2017 gerechnet werden müsse).

"Wahle - Mecklar"
Das Planfeststellungs-Verfahren der 380 kV-Höchstspannungs-verbindung Wahle – Mecklar ziehe sich im Abschnitt B (Lamspringe-Hardegsen) in die Länge: z.B. dadurch, dass 70 Einsprüche im Erörterungsverfahren zunächst unbearbeitet blieben und ein weiterer Termin gefunden werden musste. Die Ertüchtigung des Pumpspeicherwerks Erzhausen sowie seine Anbindung sei bislang auch nicht entschieden worden.

Zur Arbeit der Bürgerinitiative
Anhand einer tabellarischen Zusammenstellung (hier) erklärt der Vorsitzende die wichtigsten Aktionen der Initiative aus dem letzten Jahr:
  • Satzungsänderung unserer BI,
  • Ortsbegehung der Engstelle an der sillgelegten Deponie (begleitet durch ein Kamerateam des RTL-Nord)
  • Infoveranstaltung des Landkreises Holzminden in Zusammenarbeit mit den Vorhabenträgern,
  • Infoveranstaltung in Zusammenarbeit mit dem
    "Bürgerdialog Stromnetz" zum Thema
    "Erdkabelverlegung und Schutzgut Boden"
  • Stellungnahme in der vorgezogenen informellen Bürgerbeteiligung zur Planung der ArGe Sued-Link insbesondere zu dem Delligsen betreffenden Trassenkorridorsegment 60.

Rückblickend Bilanz ziehend konnte Heinz-Jürgen Siegel feststellen, dass durch den Einfluss der Bürgerinitiativen und anderer Proteste sich die Planungslandschaft für die Stromtrassen erheblich verbessert habe. Trotzdem blieben noch einige kritische Stellen, die als „Geburtsfehler“ schon bei der Entwicklung und Verabschiedung des Netzausbau-Beschleunigungsgesetzes (NABEG) entstanden seien. Man habe damals in einem Zuge den Netzausbau beschleunigen und die Beteiligung der Bürger verstärken wollen.

Nach wie vor erstellten jedoch diejenigen, die die Stromnetze wirtschaftlich betrieben - die Netzbetreiber - die Grundlagen der Planung. Die Bundesnetzagentur könne nur versuchen „Schlimmstes zu verhüten“. Aus einem anfänglichen, rückwärts am Bestand orientierten „Szenario-Rahmen“ würde alle 2 Jahre ein Netzentwick-lungsplan entwickelt, der im Parlament vorgestellt und diskutiert wird. Nach Abstimmung erlange dieser dann Gesetzeskraft. Aus den Verbindungen werden dadurch „not“wendige Leitungen, deren Bedarf später in den seltensten Fällen zurückgestuft werden könne. Die Klimaschutzziele der Bundesregierung könnten mit diesen Plänen nicht erreicht werden. Es stelle sich ohnehin die Frage, ob diese "Top Down" - Planungs-methode den Zielen der Energiewende ange-messen sei. Auch ein Rechtsschutz für den Bürger sei erst nach dem Planfeststellungs-beschluss und nur einstufig in der obersten Instanz möglich.
Siegel: „So kann man schwerlich Akzeptanz fördern.“

Ergebnis der Vorstandswahlen
Im weiteren Verlauf wurde der Vorstand im Beisein von Sabine Tippelt (MdL und Beisitzerin im Vorstand der BI)) und Bürgermeister Knackstedt einstimmig entlastet und nahezu vollständig für weitere zwei Jahre wiedergewählt (aus Zeitgründen steht Iris Springmann für den Vorstand nicht mehr als Beisitzerin zur Verfügung).

 

 

 

 

Verantwortlichkeit (Impressum): Heinz-Jürgen Siegel E-Mail, 1. Vorsitzender, Delligsen, Niedersachsen
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