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NACHRICHTEN
01.06.2017: Anträge zum Untersuchungsrahmen [Mehr]
25.04.2017: Anträge zur Bundesfachplanung [Mehr]
11.04.2017: Bericht über JHV 2017 [Mehr]
09.03.2017: Die Kuh ist noch nicht vom Eis... [Mehr]
26.02.2017: Boden ist ein wertvolles Gut... [Mehr]
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Von der Freileitung zum Erdkabel-Vorrang

 

"Rückgrat für die Energiewende" - oder...

"Dinosaurier des Strommarktes" (Bürgerinitiativen gegen Süedlink)

TenneT TSO GmbH und Transnet BW hatten am 05.02.2014 gemeinsam in einer Pressekonferenz ihre Vorzugstrasse der "Gleichstrom-autobahn ohne Auf- und Abfahrt" im Korridor "C" veröffentlicht. Sie stellt nach Darstellung der Übertragungsnetzbetreiber das "Rückgrat der Energiewende" dar. Wäre diese Trassenführung so von der Bundesnetzagentur genehmigt worden, wären die Ortschaften an der Trasse Wahle - Mecklar und auch unser Bereich (Delligsen) nicht mehr betroffen gewesen.

Gegen diese Planungen hatte es bundesweit heftige Proteste gegeben - auch aus Niedersachsen. In einem Gutachten von Prof. Dr. Runge (im Auftrag der Klimaschutzagentur Weserbergland, Hameln) wurde u.a. kritisiert, dass die ÜNB die Planungsgrundsätze und Bewertungen intransparent und nicht ausgewogen be- und verarbeitet haben.

Die ÜNB hätten schon bei der Grobkorridorfindung den (wirtschaftlichen) Aspekt der Bündelung explizit und uneingeschränkt in den Vordergrund gestellt und sich in der Folge auf die Trassenführung "Mitte/West" konzentriert. In diesem Planungsstadium sei z. B. eine frühzeitige Einbeziehung der Einwohnerdichte als Planungsfaktor erforderlich und praktikabel gewesen - mit anderen Ergebnissen.

vgl. den vollen Text des Gutachtens

vgl. auch unsere Nachrichten
vom 18.09.2014
vom 13.10.2014
und vom 14.12.2014

 

Planungsschritte

Am 2. Juli 2015 wurde bei einem "Klimagipfel" der Regierungsfraktionen der Erdkabelverlegung der Vorrang eingeräumt. Der führte im Dezember 2015 zum „Gesetz zur Änderung von Bestimmungen des Rechts des Energieleitungsbaus“ und sieht einen allgemeinen Vorrang für Erdkabel beim Bau von neuen Gleichstromverbindungen vor.

In der Folge stellte die Bundesnetzagentur ein Positions­papier zur Diskussion, in dem die recht­lichen und metho­dischen Anforderungen an die Planung nach § 6 NABEG beschrieben wurden, die sich aus dem Erdkabelvorrang für die Planungen der Vorhaben­träger (Netzbetreiber) ergeben.

Stellungnahme der BI Delligsen in der Konsultation

Weitere Informationen zum Positionspapier der BNetzA

Die Planer von TenneT und TransnetBW entwickeln zunächst ein Netz aus geeigneten Erdkabel-Korridorabschnitten. Diese werden gemeinsam mit der Öffentlichkeit vor Ort und online diskutiert. So sollen wichtige regionale und lokale Informationen gesammelt werden ("vorgezogene informelle Bürgerbeteiligung").

vgl. unsere Nachricht vom 01.12.2016

Alle Erdkabel-Korridorrsegmente werden dann auf dieser Basis bewertet, optimiert und miteinander verglichen. Die Ergebnisse werden als Antrag unter Nennung einer Vorzugstrasse bei der Bundesnetzagentur eingereicht.

Im Laufe der weiteren Untersuchungen, also während des gesamten Verfahrens, kann sich der bestgeeignete Trassenkorridor immer wieder verschieben und steht erst am Ende verbindlich fest.

Auf den Antragskonferenzen legt die Bundesnetzagentur fest, welche Erdkabel-Korridore dazu im weiteren Verfahren ausführlicher auf ihre Eignung geprüft werden sollen. Betroffene Bürger und Gebietskörperschaften sowie Verbände und Vereinigungen haben hier erneut die Möglichkeit, ihre Anliegen, Hinweise und Vorschläge in das Verfahren einzubringen.
siehe auch unsere Nachricht vom 25.04.2017

Inzwischen hat TenneT die mit der BNetzA abgestimmten Planungsschritte veröffentlicht:
vgl. Planungsschritte nach TenneT
und die
Veröffentlichung von Oktober 2016 - vor Eintritt in die Bundesfachplanung

siehe auch unsere Nachricht vom 25.04.2017 und 01.06.2017

 

 

 

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Letztes Update dieser Seite: August 2017.